Dennis Fricke

Don'ts bei der Remote-Arbeit

Remote

Versucht nicht den Büroalltag in die digitale Welt zu holen

Remote-Arbeit ist nicht mit der traditionellen Arbeit in einem Büro vergleichbar. Daher solltet ihr erst gar nicht versuchen den Büroalltag zu kopieren. Sucht nach Tools und Techniken, die euch bei der asynchronen Arbeit unterstützen. Etwa ein Issue Tracker (Jira, Youtrack) oder ein Chat-Tool wie Slack.

Überprüft, ob ihr das Meeting wirklich braucht

Ein entscheidender Vorteil von Remote-Arbeit im Gegensatz zum Büro ist, dass ihr asynchron arbeitet. Und wirklich allen Beteiligten ist das bewusst - nutzt es also! Lasst Videokonferenzen, die nicht zwingend notwendig sind weg. Gibt es nicht eine bessere Möglichkeit, als ein Meeting? Je weniger Kapazitäten ihr in Meetings bindet, desto produktiver werdet ihr alle sein.

Erwartet nicht, dass jeder einen perfekten Arbeitsplatz hat

Im Büro findet man die komplette Ausstattung: ergonomischer Stuhl, höhenverstellbarer Schreibtisch, einen extra Monitor. Oftmals ist viel Geduld, Fleiß und Schweiß geflossen, bis die Arbeitsplätze so perfekt waren. Erwartet nicht, dass jeder Mitarbeiter geschult darin ist, den perfekten ergonomischen Arbeitsplatz zu entwerfen. Habt Geduld und lasst die Leute experimentieren. Ermöglicht ihnen, auch mit dem Geld des Unternehmens ihren Arbeitsplatz zu perfektionieren.

Erwartet nicht, dass Remote-Arbeit über Nacht funktioniert

Wenn euer Unternehmen in ein neues Firmengebäude oder Büro zieht, braucht es Tage, Wochen oder gar Monate bis alles Rund läuft. Auf einmal geht der Zugangstoken nicht mehr, der Fahrstuhl hängt, die Kaffeemaschine streikt.

Das Gleiche passiert auch, wenn ihr Remote arbeitet. Gebt dem ganzen Zeit und vor allem: Erwartet nicht, dass es irgendwann abgeschlossen ist und perfekt funktioniert. Das würdet ihr im Büro schließlich auch nicht erwarten.

Erwartet nicht, dass Remote-Management so viel anders ist

Remote-Management unterscheidet sich so gut wie gar nicht von dem normalen Management einer Firma oder eines Teams. Ihr müsst lernen zu Vertrauen, zu kommunizieren und jeder muss die Unternehmensziele im Blick haben. Remote-Arbeit zwingt euch dazu Dinge zu tun, die ihr sowieso schon lange hättet tun sollen. Schreibt Dinge auf (Handbook first), nutzt Tools die euch produktiver machen und nicht behindern und gebt den Mitarbeitern die Möglichkeit alle notwendigen Informationen selbst zu beschaffen.


Weitere Informationen zur Remote-Arbeit findest du in unserem Remote Compendium.

23 May 2020 #Remote #Homeoffice